The GDR winners exhibition in Leipzig took place on 26./27. August 1967, the week before the West German winners show was held in Mannheim. We were able to visit the two big breeding shows. We were four German Shepherd fanatics from Stockholm who took this opportunity on a study trip. On Friday evening we arrived at the Hotel Astoria, a ticket to the exhibition, a catalog and an invitation to a âsupperâ awaited us. This was a table of delicacies, so that the familiar food on the ferries was completely in the shade. On Saturday at 12 noon, the stand sampling of around 450 German Shepherds began, divided into 8 rings. As guests we had the opportunity to study judging in all rings. The assessment is done with a rating card, which is very easy to see, even if you do not understand the language. What particularly impressed us was the open criticism of the dogs by the judges. The dogs were strong animals with a pronounced sexual character, had dark eyes and strong pigment. About 40% of the dogs were gray without silver color and in terms of building they were like the dogs that received 1st and 2nd prizes with us. The dogs’ nature was significantly better than ours. The shepherds in the GDR are bred from animals with healthy nerves. We liked the quality of the bitches a little better than that of the males. At the end of the evaluation we got a very good overview again, as the 5 best animals from all 8 classes were presented as a group. Unfortunately there is still no way to import sheepdogs from the GDR. But it wasn’t just work, it was also fun. On the welcome evening we were invited to the cabaret this exhibition gave. From a study point of view, it was very interesting to study the breeding process more closely, how one has come so far in essence and physique that one can speak of a balance between form and performance. We hope to receive an invitation to the 1968 winners’ exhibition. Our visit is an integral part of the holiday program. From Leipzig the trip went to LĂŒtzen, Buchenwald, the Wartburg and then to the Siegerschau in Mannheim. Only a few Swedes visited the West German winners’ exhibition this year. Partly because we are on the right-hand traffic in Leipzig that day in Sweden. There, by the way, the only “show” that it is on introduced, but partly also from the bad experiences we had in 1965 at the winners’ exhibition in Mannheim. Of course the dogs are beautiful, but both lovers and foreign judges found them too elegant and angular with a long, narrow muzzle. Most of the dogs were black with yellow markings. Often times the yellow color under the belly and on the inside of the legs turned almost white. A common view among responsible breeders and judges has been that it is necessary to say “back to the model dog” again. This time, however, not because the dogs are too heavy, but because the dogs, with their elegance and character, have strayed too far from the normal type. New for the year was that all dogs listed as VA candidates first had to undergo a character test. One can say that this is a mistrust of the Körmeister and performance judges, since the VA candidates either have to be licensed or at least have to be trained as SchH, II. Out of 6 such candidates only 2 males passed. However, other candidates to defend the owner during the attack failed in the test of courage. In the bitches there were 11 VA candidates who were essentially better than the males. Only 4 failed the test of courage. This little demand one has of the being must make us think. We know that licensed dogs in West Germany often fail at licensing. Now we have the proof that a West German V-dog either licensed or trained does not always meet our demand in Sweden for good behavior. After a 25 hour trip back to Stockholm there is now a possibility to compare the dog material from Leipzig-Mannheim with ours in Stockholm at an exhibition.
Zwei Siegerausstellungen von der Sicht schwedischer SchiferhundezĂŒchter in Leipzig umd Mannheim 1967:
Die DDR-Siegerausstellung in Leipzig fand am 26./27. August 1967 Woche vor der westdeutschen Siegerausstellung in Mannheim statt, Uns war es möglich, die beiden groĂen Zuchtschauen zu besuchen. Wir waren vier SchĂ€ferhundefanatiker aus Stockholm, die diese Gelegen- heit zu einer Studienreise benutzten. eine Am Freitagabend kamen wir im Hotel Astoria erwartete uns Eintrittskarte zur Ausstellung, Katalog und eine Einladung zu einem ,Souperâ. Dieses war ein Tisch von Leckerbissen, so daĂ das bekannte Essen auf den FĂ€hren ganz im Schatten stand. Am Sonnabend 12 Uhr fing die Standmusterung von etwa 450 SchĂ€fer- hunden in 8 Ringe verteilt an. Als GĂ€ste hatten wir Gelegenheit das Richten in sĂ€mtlichen Ringen zu studieren. Die Beurteilung erfolgt mit einer Boniturkarte, die sehr ĂŒberblickbar ist, auch wenn man die Sprache nicht versteht. Was uns besonders imponierte, war die offene Kritik der Hunde durch die Richter, Die Hunde waren krĂ€ftige Tiere mit ausge- prĂ€gtem Geschlechtscharakter, hatten dunkle Augen und krĂ€ftiges Pig- ment. Etwa 40 % von den Hunden waren grau ohne Silberfarbe und gebĂ€udemĂ€Ăig waren sie wie die Hunde, die bei uns 1. und 2. Preise erhalten. Das Wesen der Hunde war bedeutend besser als bei uns. Die SchĂ€ferhunde in der DDR sind ja von nervengesunden Tieren gezĂŒchtet. Die QualitĂ€t der HĂŒndinnen gefiel uns etwas besser als die der RĂŒden. Am SchluĂ der Bewertung erhielten wir nochmals einen recht guten Ăberblick, da aus allen 8 Klassen die 5 besten Tiere geschlossen vorge- fĂŒhrt wurden. Leider gibt es noch keine Möglichkeit, aus der DDR SchĂ€ferhunde zu importieren. Es war aber nicht nur Arbeit, sondern auch VergnĂŒgen auf dem Programm. Auf dem BegrĂŒĂungsabend wurden wir zum Kabarett eingeladen dieser Ausstellung gab. Vom Studiengesichtspunkt war es sehr interessant, das Zuchtverfahren nĂ€her zu studieren, wie man wesensmĂ€Ăig wie auch im Körperbau so weit gekommen ist, daĂ man hier von einem Gleichgewicht zwischen Form und Leistung sprechen kann. Wir hoffen, eine Einladung zur Siegerausstellung 1968 zu erhalten. Unser Besuch steht fest im Urlaubsprogramm. Von Leipzig ging die Fahrt nach LĂŒtzen, Buchenwald, der Wartburg und dann zur Siegerschau nach Mannheim. Nur wenige Schweden besuchten in diesem Jahr die westdeutsche Sieger- ausstellung. Teils weil wir an dem Tage in Schweden den Rechts-Verkehr Leipzig an. Dort ĂŒbrigens die einzige âShowâ, die es auf einfĂŒhrten, teils aber auch aus den schlechten Erfahrungen, die wir 1965 auf der Siegerausstellung in Mannheim gemacht hatten. NatĂŒrlich sind die Hunde schön, aber sowohl Liebhaber wie auch aus- lĂ€ndische Richter fanden sie zu elegant und ĂŒberwinkelt mit langem schmalen Fang. Die meisten Hunde waren schwarz mit geben Abzeichen. Oft wurde die gelbe Farbe unter dem Bauch und an den Innenseiten der LĂ€ufe fast weiĂ. Eine allgemeine Ansicht unter verantwortungsvollen ZĂŒchtern und Richtern war, daĂ es noch einmal notwendig ist zu sagen: âZurĂŒck zu dem Muster- hundâ. Diesmal aber nicht, weil die Hunde zu schwer, sondern weil die Hunde mit ihrer Eleganz und ihrem Wesen sich zu weit vom Ge- brauchstyp entfernt haben. Neu fĂŒr das Jahr war, daĂ alle Hunde, die als VA-AnwĂ€rter notiert waren, zuerst eine Wesenprobe durchmachen muĂten. Man kann sagen, daĂ das ein MiĂtrauen gegen die Körmeister und Leistungsrichter ist, da die VA-AnwĂ€rter entweder angekört oder wenigstens als SchH, II ausgebildet sein mĂŒssen. Von 6 solchen AnwĂ€rtern haben nur 2 RĂŒden bestanden. Weitere AnwĂ€rter, beim Ăberfall den Besitzer zu verteidigen, versagten aber in der Mutprobe. Bei den HĂŒndinnen waren es 11 VA-AnwĂ€rter, die im Wesen besser als die RĂŒden waren. Nur 4 bestanden die Mutprobe nicht. Diese kleine Forderung, die man von dem Wesen hat, muĂ uns nach- denklich machen. Wir wissen ja, daĂ in Westdeutschland angekörte Hunde bei uns oft auf Körungen versagen. Nun haben wir den Beweis, daĂ ein westdeutscher V-Hund entwveder angekört oder ausgebildet, nicht immer unserer Forderung in Schweden auf gutes Wesen entspricht. Nach einer 25 stĂŒndigen Reise zurĂŒck nach Stockholm gibt es nun eine Möglichkeit, das Hundematerial von Leipzig- Mannheim mit dem unsrigen in Stockholm auf einer Ausstellung zu vergleichen.